Partizipation bedeutet, dass Menschen die Möglichkeit bekommen sich einzubringen und die Gesellschaft aktiv zu gestalten. Sie kann jungen Menschen die Demokratie näher bringen und den Nutzen von ehrenamtlichen, gesellschaftlichen Engagement zeigen.
Kinder und Jugendliche sind in unseren Parlamenten nicht ausreichend durch Persönlichkeiten repräsentiert, was ihnen ein Bild von Politik vermittelt, das unserer Demokratie nicht gerecht wird; es zeigt ihnen, dass politisches Engagement von und für alte Menschen gemacht wird. Repräsentative Umfragen zeigen, dass sich Kinder und Jugendliche von der Politik – besonders auf kommunaler Ebene – nicht wahrgenommen fühlen. Gleichzeitig ist der Wunsch groß sich selbst einzubringen, nur allzu oft fehlen ihnen die Mittel dazu. Wir dürfen das so nicht hinnehmen und müssen Wege zur Partizipation ermöglichen.
Die Mitwirkung in einer Schüler*innenvertretung (SV) zeigt jungen Menschen schon früh, wie Mitbestimmung mit einer wirksamen Interes++senvertretung funktioniert. Alle Bildungseinrichtungen müssen Schulen der Demokratie werden. Deswegen fordern wir, dass die Mitbestimmungsrechte der SV’en ausgeweitet werden. Wir Jusos wollen uns im nächsten Jahr damit beschäftigen, wie wir die SV’en in Hamm stärken können. Dazu wollen wir mit den Schüler*innen in den Dialog treten.

Die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen darf aus unserer Sicht nicht nur auf die Bildungspolitik beschränkt sein, sie müssen auch bei allgemeinpolitischen Fragen beteiligt werden. Junge Menschen müssen von Früh an mit in kommunalpolitische Prozesse einbezogen werden und auch hier wirksam ihre Meinungen und Vorschläge einbringen können. Die Jusos Hamm wollen, dass Schüler*innen und Azubis in einem Gremium mit politischer Gestaltungsmacht, ein Forum für ihre Ideen für eine moderne Stadt Hamm bekommen und fordern die Konstituierung eines Jugendparlaments. Wir werden ein für unsere Stadt passendes Konzept gemeinsam mit Referent*innen entwickeln und mit Jugendverbänden und anderen Partner*innen für ein Jugendparlament auf kommunaler Ebene kämpfen.
Eine eigenständige Jugendpolitik ist essentiell um Perspektiven für alle jungen Menschen zu schaffen, gerade weil das Aufwachsen in Deutschland vielfältig ist.
Es gilt Jugendlichen gute Angebote hinsichtlich Bildung, Mobilität, digitaler Vernetzung und Freizeitgestaltung zu schaffen, damit sie sich bzw. wir uns mit den steigenden Anforderungen in Bildung und Berufseinstieg auseinandersetzen.
Jugendpolitik muss jedoch von Jugendlichen dominiert werden! Deshalb sind wir der Meinung, dass kommunale Jugendpartizipationsmöglichkeiten kommuniziert und genutzt werden sollten.